Categories

Letztes Feedback

Meta





 

Eigentlich liegt es mir ja fern die religiösen Gefühle von anderen Menschen zu verletzen. Immer frei nach der Devise: Jedem das seine.

Das Problem ist nur, dass religiöse Menschen einen selbst nie in Ruhe lassen. Wirklich.

Man hat ja Geduld mit ihnen, man besucht ihre kirchlichen Hochzeiten, man besucht ihre unsinnigen Taufen ohne sich (zumindest öffentlich) zu beschweren. 

Aber wehe man erwähnt, dass man nichts vom Christentum hält - dann ist, sprichwörtlich passend, die Hölle los. 

Oder es heißt, man würde seinen Weg zu Jesus und Gott noch finden.

Da könnte ich kotzen. 

Und das nicht nur, weil die Kirche sich in letzter Zeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Auch nicht weil sie generell ihre Zeit damit verbringt auf der einen Seite wohltätig zu erscheinen aber hinterrücks irgendwo in göttlicher Mission sonstwelche Gräuseltaten verübt hat. Man gucke sich die Myriaden Opfer der christlichen Geschichte an. 

Inquisition, Hexenverbrennungen, Kreuzzüge, Ablassbriefe... ja auf dem heiligen Stuhl geht ganz schön die Gaudi.

Mein primäres Problem besteht auch nicht darin, dass die großen Religionen dauernd meinen sich entgegen ihrer eigenen Vorschriften beständig zu bekämpfen zu müssen.

Was mich primär stört ist diese elende Heuchelei. Und die Tatsache, dass diese ganze Religion - wie fast alle anderen auch, wie ich fairerweise sagen muss - mit jeder Faser gegen die menschliche Natur verstößt.

Ich glaube nicht an die Hölle im religiösen Sinn. Paradies und Hölle schaffen wir uns selbst im Leben. Wir sind unseres Glückes Schmied.

Ich will nicht die andere Wange hinhalten, wenn mir jemand in die Fresse haut - sei es verbal oder körperlich.

Ich will ehrgeizig sein und den Besitz anderer beneiden um mich damit selbst zu motivieren. 

Ich will Sex und Spaß dabei.

Ich will feiern.

Ich will mein Essen genießen und auch mal naschen ohne Hunger zu haben.

Ich will Geld haben.

Ich muss auch mal egoistisch sein.

Ich kann und will nicht jeden lieben.

Meine Feinde brauchen meine Liebe nicht.

So wie jeder Mensch.

Das Christentum bedeutet die Geißelung unserer natürlichen Bedürfnisse.

Deswegen sind Gläubige ja auch so abhängig von ihrer Kirche. Sie versündigen sich zwangsläufig und brauchen dann die Absolution.

Im Prinzip ist die daraus resultierende Zwangsneurose eine gute Marketingstrategie.

Aber heutzutage nicht mehr angemessen. 

Ich sehe ja ein, dass man etwas braucht an das man sich klammern kann.

Aber mit reinem Beten ist keinem geholfen.

So sage ich: Vertraut auf die Kraft in euch, auf den Gott in euch wenn man so will. 

Und selbst wenn ihr diese Kraft nach außen in Form einer externen Gottheit projezieren wollt - tut meinetwegen auch das, aber lasst uns arme Ungläubige in Ruhe!

8.9.10 06:14

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen